Lymphdrainage
Die manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Massagetechnik, die den Abfluss der Lymphflüssigkeit anregen soll. Mit leichten, kreisenden Bewegungen wird die Flüssigkeit Richtung Lymphknoten geschoben.
- Entwickelt
- 1930er-Jahre, Emil und Estrid Vodder
- Technik
- Sanfte, kreisende Bewegungen
- Dauer
- 30 bis 60 Minuten
- Medizinisch bei
- Lymphödemen
Das Lymphsystem bringt Flüssigkeit, die sich zwischen den Zellen sammelt, zurück in den Blutkreislauf. Funktioniert das nicht richtig, können Schwellungen entstehen, sogenannte Ödeme. Die manuelle Lymphdrainage wurde in den 1930er-Jahren von dem dänischen Ehepaar Emil und Estrid Vodder entwickelt.
Medizinisch wird sie vor allem bei Lymphödemen eingesetzt, etwa nach Operationen oder Krebsbehandlungen, und dann oft mit Kompression kombiniert. In Gesundheitshotels gehört sie häufig zu Fasten- und Detox-Kuren, weil sich viele Gäste danach leichter und entspannter fühlen. Daneben gibt es eine maschinelle Variante mit Luftdruckmanschetten.
Anders als bei einer klassischen Massage wird kaum Druck ausgeübt. Eine Behandlung dauert meist 30 bis 60 Minuten, danach sind Trinken und Ruhe sinnvoll. Dass sie Giftstoffe ausleitet, wie manche Angebote versprechen, ist nicht belegt. Gut belegt ist ihr Nutzen bei Lymphödemen.
Gut zu wissen
- Bei akuten Entzündungen, Herzschwäche oder Thrombose ist Lymphdrainage nicht geeignet; vorher ärztlich abklären.
- Sie fühlt sich sanfter an als eine Massage, das ist so gewollt.
- Versprechen wie „Entgiftung“ sind Marketing, nicht Medizin.
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Was bringt eine Lymphdrainage?
Sie kann Schwellungen verringern, besonders bei Lymphödemen, wo ihr Nutzen gut belegt ist. Viele Gäste empfinden sie außerdem als sehr entspannend.
Wie oft macht man eine Lymphdrainage?
Bei einer Kur oft zwei- bis dreimal pro Woche. Bei einem Lymphödem legt die Ärztin oder der Arzt die Häufigkeit fest.
Verwandte Begriffe
Aktualisiert am 17. Oktober 2026
